WHATEVER IT TAKES - Profil von Cho Sagong


Cho Sagong
by Feli
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Justin H. Min
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Destello

Auf den ersten Blick wirkt der 25 jährige Cho aufgeschlossen, sympathisch und ausgeglichen. Dies war aber nicht immer so. Gerade im jüngeren Alter war er zurückhaltend, besaß wenig Selbstbewusstsein und galt als typischer Mitläufer. Eine eigene Meinung vertrat er selten, hatte er immer Sorge, dass diese nicht akzeptiert wurde. Gerne wand er sich wie das Fähnchen im Wind. Je nach Gesprächspartner veränderte sich seine Ansicht, nur um niemanden einen Grund geben zu können ihn anzugreifen. Bei fast allen Dingen war er sich unsicher. Wichtige Entscheidungen ganz alleine treffen? Nein. Sowas gab es bei ihm nicht. Das überließ er lieber den anderen, die weitaus mehr Führungspotential besaßen als er. Er fügte sich gerne in die Rolle desjenigen ein, der einfach tat, was ihm gesagt wurde.

Trotz dieses passiven Auftretens, gibt es jedoch keinen Zweifel an seiner Loyalität. Er ist zuverlässig und für seine Geschwister (wenn auch nicht blutsverwandt), würde er alles tun. Für sie hat er immer ein offenes Ohr und versucht jederzeit zu helfen oder bei Streit zu schlichten, denn Harmonie ist ihm sehr wichtig. Außerdem ist er sehr sorgfältig und pflichtbewusst. Wenn er nicht gerade von einem seiner Brüder aufgehalten wird, ist er immer pünktlich. Lieber kommt er einige Minuten zu früh, als zu spät. Herumliegende Klamotten, altes Geschirr oder der gleichen wird man bei ihm nicht finden. Er ist sehr ordentlich, ja fast schon akribisch, weshalb es auch schon mal vor kommt, dass er hinter seinen Brüdern und Schwestern aufräumt, ohne darum gebeten worden zu sein.

In den letzten Jahren hat sich einiges an Cho's unsicherer Art getan, weshalb er nun wesentlich selbstbewusster auftritt. Noch immer steht er nicht gern im Mittelpunkt und auch das Treffen von Entscheidungen fällt ihm mitunter noch schwer, aber er tut es. Er versucht immer nach Lösungen zu suchen, die alle beteiligten zufrieden stellen, doch ist er inzwischen auch bereit, für das einzustehen, was ihm wichtig ist. Geschieht vor seinen Augen ein Unrecht, schreitet er ein ohne lange darüber nachzudenken, denn durch persönliche Erfahrungen weiß er ganz genau, wie es ist von jemand anderen unterdrückt zu werden.

Stärken

#Loyal
#Fair
#Sorgfältig
#Zuverlässig
#Sympathisch
#Fürsorglich
#Bodenständig
#Diplomatisch
#Humorvoll
#Ventilator-Experte [Seven versteht das]

Schwächen

#Ambivalent
#Zurückhaltend
#Sensibel
#Akribisch
#Defensiv
#Unentschlossen
#Beeinflussbar
#Unsicher
#Naiv
#Mathematik

Vorlieben

#Harmonie
#Rockmusik
#Lederjacken
#Geistreiche Gespräche
#Lesen
#Gewitter
#Windspiele
#Suhshi
#Sich vom Elan seiner Geschwister mitreißen zu lassen
#Mit seinen Geschwistern zusammen sein

Abneigungen

#Streit
#Im Mittelpunkt stehen
#Vorurteile
#Einsamkeit
#Krankenhäuser
#Drogen
#Unterdrückung
#Menschenmengen
#Insekten
#Mit seiner Gabe arbeiten

Age
25 Jahre alt
Birthday
20.07.1992
DNA
Mutant Stufe 3
Relationship Status
verliebt & vergeben
Attitude
Chaotisch Gut
Abode
New York
Birthplace
Portland, Oregon
Team
Rising Chaos
Family

Bon-Hwan Sagong - 55 Jahre - Geschäftsmann

Emma Sagong, geborene Brook - 51 Jahre - Musikerin

Emma spielte seit ihrer Kindheit Cello und schon als sie den Koreaner Bon-Hwan kennenlernte, besaß sie einen festen Platz in einem großen Orchester, welches regelmäßig durchs Land tourte. Nach Cho's Geburt hielt sie das Dasein als Mutter nur ein Jahr aus. Kurz darauf kehrte sie in die Welt der Musik zurück und war nur selten zu Hause.

Ein 'familiäreres' Verhältnis, hatte Cho zu seinem Vater, der ihn zwar schon im Vorschulalter extrem forderte und später auf eine Ganztagsschule schickte, aber immerhin sahen sie sich abends und am Wochenende. Bon-Hwan war nicht gerade der Vater des Jahrhunderts, aber Cho fühlte sich trotzdem geliebt, zumindest bis seine Kräfte erwachten.

Chaos Brothers & Sisters

Im House of the Rising Clouds traf Cho auf die Menschen, die er in seinem Leben bislang vermisst hatte. Andere Kinder die nicht nur genauso 'anders' waren wie er, sondern die ihn auch so akzeptierten und mochten, wie er war. Obwohl sie nicht blutsverwand sind, sieht er sie als seine Geschwister an, für die er alles tun würde. Sie sind schließlich die Einzigen auf dieser Welt, denen er voll und ganz vertraut - auch wenn ihr Zusammenleben mehr als chaotisch ist.

Skills

Elektrogenese

Cho besitzt die Fähigkeit der Elektrogenese. Er ist in der Lage Elektronik aus sich selbst heraus entstehen zu lassen. Hierbei erzeugt er Spannung in seinem eigenen Körper, welche er in Elektronik umwandelt und nach außen hin abgeben kann. Wie viel er davon abgeben möchte, kann er selbst beeinflussen. So kann er jemanden einen leichten, aber auch einen lebensgefährlichen Stromschlag verpassen. Im Kampf bündelt er den Strom zumeist in seinen Händen und gibt ihn über diese auch in Form von einem elektronischen Strahl frei. Körperkontakt ist also für eine solche Attacke nicht notwendig.

Auch ist er in der Lage eine sehr große Menge an selbsterzeugten Strom abzugeben, wenn er mehrere Gegner auf einmal treffen will. Jedoch kostet ihn ein solcher Angriff einiges an Zeit und Kraft, da er genügend Elektrizität in seinem Körper schaffen muss. Abgesehen davon ist er bei einer so großen Menge an Strom, nicht mehr in der Lage ihn zu kontrollieren, was bedeutet, dass auch seine Verbündeten in naher Umgebung gefährdet sind. Diese unkontrollierte Entladung geht letztlich von seinem ganzen Körper aus und trifft alles im näheren Umkreis. Nach dieser Aktion ist Cho so stark geschwächt, dass er zumeist zu keiner Regung mehr fähig ist oder gar Ohnmächtig wird.

Mit seiner Fähigkeit kann er auch Geräte elektronisch auf- oder überladen. Wichtig hierbei ist aber, dass er den Strom nur abgeben kann, nicht wieder aufnehmen. Er selbst ist nicht resistent gegen Stromschläge, steckt sie jedoch deutlich besser weg, als normale Menschen oder andere Wesen.

Kampfsport/Nahkampf

Bereits im Vorschulalter wurde Cho von seinem Vater in einen Taekwondo Kurs gesteckt und es machte ihm nicht nur Spaß - er war auch gut darin und besaß im Alter von 8 Jahren bereits den roten Gürtel. Während seiner Ausbildung im House of the Rising Cloud, erlernte er weitere Kampfsportarten und beherrscht inzwischen verschiedene Material Arts Stile. Ebenso besitzt er eine rasche Auffassungsgabe beim Filtern seiner Umgebung, die es ihm ermöglicht beim Nahkampf nützliche Gegenstände zu seinen Vorteil zu nutzen.

Trait

Cho bevorzugt dunkle Kleidung. Am liebsten trägt er Hoodies in Kombination mit Lederjacken.

Eine optische Veränderung findet bei ihm nur statt, wenn er einen großen Angriff startet:
Bei einer kompletten Entladung beginnen seine Augen während des stromerzeugens Blau zu glühen und man sieht bereits an vereinzelten Körperstellen Strom aufblitzen, ehe er die Elektrizität freigibt.
Secrets
Weakness

Nach der Zeit im House of the Rising Cloud, litt Cho an Panikattacken und Angstzuständen. Auslöser hierfür war stets der Gedanke an seine Kräfte und die nicht vorhandene Kontrolle bei einer größeren Entladung, sowie auch der Verlust von nahestehenden Personen. Er wurde von wahrhaftiger Todesangst geplagt, welche in Abwesenheit seiner Mutanten Brüder und Schwestern, nur noch mehr zunahm.
Zunächst versuchte er, allein damit zurecht zu kommen, in dem er viele Bücher über das Thema las oder sich anderweitig informierte. Nachdem er eine Vorlesung besucht hatte, beschloss er aber kurz darauf eine Therapie zu machen, die auch sehr gut bei ihm anschlug und zur Besserung seines Allgemeinzustandes führte. Wie bei allen Personen die unter psychosomatischen Zuständen leiden, gibt es natürlich immer mal wieder schlechtere Tage, doch diese sind selten und wenn es passiert, hat Cho dank seiner Therapie Strategien, die ihm helfen nicht wieder in Panik zu verfallen. Bis heute weiß niemand davon.

Cho ist kein allzu großer Fan von One-Night-Stands, möglicherweise auch wegen dieser einen Nacht... Er verstand sich gut mit dem hübschen Mädchen, dass aus Thailand kam. Ihr Haar pechschwarz und glänzend, ihre Augen braun und tiefgründig. Zärtliche Gesichtszüge und eine liebliche Stimme. Ja doch, er war ziemlich angetan von ihr. Recht zeitig am Abend zogen sie sich in ein Hotelzimmer zurück und dort angekommen wurde er sogleich von ihren roten Lippen in Beschlag genommen.
Sie landeten im Bett, knutschten wild herum, begannen sich gegenseitig die Kleider vom Leibe zu reißen und dann - die große Überraschung. Bei dem süßen Mädchen handelte es sich in Wahrheit um einen süßen Jungen.
Das Ganze brachte Cho selbstverständlich in eine brenzlige Situation, immerhin wollte er ja niemanden vor den Kopf stoßen oder verletzen. Allerdings änderte diese Einstellung nichts an der Tatsache, dass er nunmal hetero war und so war die Stimmung natürlich futsch. Glücklicherweise zeigte sich seine Begleitung verständnisvoll und einsichtig. Zumindest bis sie ihm ganz plötzlich etwas auf den Hinterkopf donnerte und er erst am nächsten Morgen im Hotelzimmer erwachte: Allein, halbnackt und um seine Brieftasche erleichtert. Der Gang zur Lobby war ihm derart peinlich, dass er sich schwor, niemanden je davon zu erzählen.

Schwächen der Begabung

Cho benutzt seine Gabe nicht gern, da es für ihn sehr unangenehm bis schmerzhaft ist. Schon bei einer geringen Menge Strom die er durch seine Haut abgibt, bleibt ein Missempfinden zurück, welches sich an der jeweiligen Körperstelle durch unangenehme Kribbelgefühle oder Spannungen äußert. Je nachdem wie viel Energie er abgegeben hat, hält dieses Gefühl mehrere Minuten bis Stunden an. Verübt er einen großen Angriff, in dem er all seine Kraft gebündelt freigibt, wird sein eigener Körper von Stromschlägen durchzogen, was nicht nur schmerzhaft ist, sondern auch lebensgefährlich für ihn enden kann.

Mutanten oder andere übermenschliche Wesen die dazu fähig sind Elektronik zu beeinflussen, können seine Gabe unterdrücken oder ihn sogar "überladen", was ebenfalls zu erheblichen Körperschäden führen kann.

Psychische Schwäche

Als sich Cho's "Begabung" zeigte, war er fast noch ein Kind und gerade bei emotionalen Schüben, führte dies zur unkontrollierten Freisetzung seiner Kräfte. Dies hatte zur Folge, dass er den Leuten um sich herum Stromschläge verpasste und sich selbst dabei Schmerzen zufügte. Das Ganze fand mit 9 Jahren seinen Höhepunkt, als er beim trainieren seiner Kräfte dazu gezwungen wurde den Strom in seinem ganzen Körper anzusammeln und auf einmal freizusetzen, um das gesamte Ausmaß seiner Fähigkeiten beurteilen zu können. Diese mehr oder weniger freiwillige Prozedur führte zu einem totalen Kontrollverlust. Die Elektrizität entlud sich zwar wie gewünscht, doch er selbst verlor das Bewusstsein, aufgrund der Stromschläge, die in ihm selbst wüteten. Seit diesem Tag hatte er stets große Angst davor, weiter an seiner Begabung zu feilen, zu der er absolut kein Vertrauen hatte.

Inzwischen hat er gelernt, sich damit zu arrangieren, das Positive aus seiner Elektrizität zu schöpfen und seine Gabe besser zu verstehen. Letztlich bleibt aber die vollständige Entladung seine Schwäche, da er diese nach all den Jahren noch immer nicht kontrollieren kann, da ihn Sorge und Angst blockieren.

Schusswaffen

Gebt ihm keine Schusswaffe... Im ernst, tut es nicht...
Jemand der blind, taub und tot ist, wäre eher in der Lage ein Ziel zu treffen, als er.

Handicap
-
Wusstest du ...
... er viel lieber die Fähigkeit hätte Wind beeinflussen zu können?
... er für seine Mutanten-Familie alles tun würde?
... Cho immer versucht für alle Verständnis aufzubringen?
... er sich häufig von seinen Brüdern anstiften lässt Dummheiten zu machen?
... er nicht gern im Mittelpunkt steht?
... Cho kein großer Freund seiner Gabe ist?
... Cho zwar noch koreanisch sprechen und verstehen kann, die Schriftzeichen jedoch verlernt hat?
... er es hasst, wenn Insekten auf seiner Haut herumkrabbeln?
... Cho ein großer Fan der japanischen Rockband Siam Shade ist, die in den 90ern aktiv war?
... er seine Fähigkeit am meisten nutzt, um sein Handy aufzuladen?
... er den Codenamen Gwishin trägt, weil er von seinem Vater so genannt wurde?
... Gwishin in Korea für einen bösen Geist steht?
History

once upon a time...

Es war einmal ein erfolgreicher koreanischer Geschäftsmann, der verliebte sich in eine amerikanische Cellospielerin. Die Beziehung hätte nicht märchenhafter verlaufen können. In klassischer Reihenfolge zog man zusammen, heiratete, kaufte sich das erste gemeinsame Auto und schließlich kam der Nachwuchs. Nun gut, es ist vielleicht nicht ganz wie im Märchen, denn da wurde meist gleich geheiratet und Autos kamen in diesen Geschichten auch nicht vor. Doch eigentlich geht es hier auch gar nicht um die Eltern, sonder um CHO SAGONG, der am 20. Juli 1992 das Licht der Welt erblickte.

Ein Wunschkind war er, doch Bon-Hwan Sagong wusste schon immer, dass seiner Frau die musikalische Karriere sehr wichtig war. Augenscheinlich auch wichtiger, als ihr eigener Sohn. Sie tat das, was man von ihr als Mutter erwartete, doch glücklich wurde sie damit nicht. Es war also kein Wunder, dass sie nach einem Jahr des Mutterdaseins zurück in ihr altes Leben flüchtete und eher selten zu Hause anzutreffen war.
Die Beziehung zu seinem Vater war wesentlich liebevoller, auch wenn das nicht unbedingt durch Umarmungen oder dergleichen gezeigt wurde. Cho kannte es nicht anders, also konnte er es auch nicht vermissen. Erst später sollte sich zeigen, dass er solche zwischenmenschlichen Interaktionen durchaus schätze und auch brauchte.

Bereits im Vorschulalter wurde er zu allerlei Kursen angemeldet, um zu sehen wo seine Stärken lagen. Relativ schnell war klar: Sie lagen im Bereich der Kampfkunst, sehr zum Leidwesen seiner Mutter, die doch gehofft hatte, er hätte ihre musikalische Veranlagung geerbt.
Der Terminplan des Kindes war straff und jeder Tag bis ins kleinste Detail getaktet.

am i a monster?

Cho war fast 7 Jahre alt, als es mit den "Symptomen" begann. Geriet er unter Druck, begann es in seinem Körper unangenehm zu bitzeln. Kaum berührte er dann einen anderen Menschen oder ein technisches Gerät zeigte sich: Er war elektrisch aufgeladen und das solange, bis sein Gemüt wieder zur Ruhe kam.
Sein Vater merkte lange Zeit nichts davon, aber sehr wohl seine Mitschüler, die es inzwischen mieden ihn zu berühren. Wer war schon scharf ständig geblitzdingst zu werden? Für Cho selbst war es der Horror. Er wusste nicht was los war und wie er es unterdrücken konnte. Natürlich sorgte diese innere Anspannung dafür, dass es nur noch schlimmer wurde und er fast dauerhaft "unter Strom" stand.

Als Cho's Lehrer mit seinem Vater sprach, tat dieser das alles zunächst als Nichtigkeit ab, bis er seinen Sohn soweit in die Enge drängte, dass er es am eigenen Leibe zu spüren bekam. Niemals wird er den Gesichtsausdruck seines Vaters vergessen, der sich erschrocken die schmerzende Hand hielt und ihn fassungslos ansah. "Gwishin", flüsterte er und für Cho brach fast eine Welt zusammen. War es das, was er war? Ein böser Geist? Ein Monster?
Er war nichts von dem. Er war ein Mutant, wie seine Mutter kurz darauf vermutete und auch hier wenig Begeisterung zeigte.
Man konnte es also sowohl als Fluch, als auch als Segen für den Jungen sehen, dass kurz darauf Nicolas Fuzzlebeck in sein Leben trat.

where do we go from here?

Bis heute ist Cho nicht ganz klar, wie dieser Mann ihn damals so schnell aufspüren hatte können. Da seine Mutter Emma schon immer sehr abfällig über Mutanten gesprochen hatte, lag die Vermutung nahe, dass sie mit ihm Kontakt aufgenommen hat. Vielleicht auch zunächst um ihren eigenen Verdacht zu bestätigen.
Fuzzlebeck besuchte die Familie Sagong und kurz darauf ging alles ganz schnell. Für Cho zu schnell. Seine Eltern hatten sofort zugestimmt, als Nicolas den Wunsch geäußert hatte ihren Sohn mit in sein Heim zu nehmen, um ihn dort zu unterrichten. Der Junge war im völligen Zwiespalt. Er wollte nicht weg von zu Hause und doch fühlte er sich längst nicht mehr wohl in seiner Haut. Außerdem hatten seine Eltern bereits zugestimmt, was hatte er also für eine Wahl?

So kam es, dass Cho mit 8 Jahren im House of the Rising Cloud ankam und dort wartete eine große Überraschung auf ihn: Er war nicht mehr allein. Da waren viele Kinder, die genauso eine seltsame 'Begabung' hatten wie er und niemand sah ihn komisch oder schief an, eher im Gegenteil. Er wurde sofort mit offenen Armen empfangen und Nicolas versicherte ihm mehrfach, dass er etwas ganz besonderes war - wie jeder der hier Anwesenden.
Er war also tatsächlich ein Mutant und nun ging es darum zu lernen, seine Kräfte zu beherrschen. Eine Woche nach seiner Ankunft, kam ein weiteres Kind im Heim an, welches den Namen 'Seven' trug. Der 7-Jährige Junge wurde Cho's Zimmerpartner und hatte die seltsame Anwandlung, zu jeder Jahreszeit den Ventilator laufen zu lassen. Anfangs empfand Cho das Geräusch als störend, gewöhnte sich aber sehr schnell daran.

Woran er sich eher nicht so schnell gewöhnen konnte, war das harte Training, dass sie durchlaufen mussten. Neben 'normalem' Unterricht, mussten sie lernen zu kämpfen, doch es lief so gänzlich anders, als im Taekwondo Kurs. Hier wurden die Schläge nicht nur angedeutet, sie wurden ausgeführt. Auch Waffenkunde sowie natürlich die Arbeit an den einzelnen Fähigkeiten gehörte zur Ausbildung. Wie wahrscheinlich alle Kinder vor ihm, wurde Cho ins eiskalte Wasser geworfen und hatte gar nicht wirklich Zeit, all dies in Frage zu stellen.
Noch immer fühlte er sich von seiner Gabe überfordert, auch wenn Fuzzlebeck ihm immer wieder einredete, dass all dies ein Geschenk war und er froh darüber sein sollte.

Im Einzeltraining wurde immer wieder von ihm verlangt, dass er versuchen sollte so viel Energie wie nur möglich zu erzeugen und diese gesammelt abzugeben. Cho versuchte es, doch scheiterte kläglich, denn sein eigener Körper litt darunter. Auch nach Monaten machte er keine wirklichen Fortschritte, weshalb Fuzzlebeck letztlich die Geduld verlor und ihm seinen Willen aufdrängte. Die Folge: Totalausfall.
Cho setzte seine gesamte Energie auf einmal frei, ebenso wie erwünscht. Fuzzelbuzzel war begeistert, denn der Angriff hatte Potential, nicht jedoch, wenn die ausführende Person kurz darauf Zusammenbrach und das Bewusstsein verlor.
Vermutlich war es nur dem jüngsten Mitglied der Gruppe zu verdanken, dass er überhaupt wieder aufwachte und das ohne zurückbleibende Schäden. Emily besaß heilende Fähigkeiten und war wohl mehrere Stunden damit beschäftigt gewesen, ihn zurück ins Leben zu holen.
Dieses Ereignis prägte ihn sehr und führte nicht gerade zur Besserung der Gesamtsituation.

Immerhin gab es da etwas, dass es ihm einfach machte, all das zu ertragen und an den positiven Dingen festzuhalten: Seine Mutanten-Familie. Für Cho waren sie wie richtige Brüder und Schwestern. Er bekam die Familie, nach der er sich unwissentlich gesehnt hatte und ein festes Bestandteil davon zu sein, machte ihn glücklich. Wie bei leiblichen Geschwistern auch, kam es natürlich öfters mal zu Reibungen, aber genauso oft hatten sie auch Spaß zusammen. Wie das eine mal, als sie sich mitten in der Nacht davongestohlen hatten. Cho selbst war natürlich nie die leitende Kraft hinter solchen Aktionen, doch er ließ sich sehr gerne mitreißen. Es waren diese unbeschwerten Zeiten, die ihm auch Jahre später noch ein Lächeln ins Gesicht zauberten.

let's get down to business

Immer wieder wurde ihnen eingetrichtert, wie besonders sie waren. Das sie besser waren, als alle anderen. Die Jahre vergingen und die ersten Missionen folgten. Die Aufgabe war klar: Das Institut der X-Men sabotieren, doch die Gruppe rund um Nicolas' Schüler war... nun, wie sollte man das sagen - chaotisch? Die meiste Zeit standen sie sich gegenseitig im Weg, blockierten einander und nichts lief so reibungslos, wie viele male zuvor geprobt. Ein eingespieltes Team sah anders aus und es war klar, dass ein solcher Misserfolg nicht geduldet wurde.
Das Training wurde daraufhin noch einmal härter, ebenso wie die Bestrafungen, sollte jemand nicht so handeln, wie gewünscht.
Mit der Zeit wurden sie besser in ihrem Job und lernten aus ihren Fehlern, doch so richtig perfekt wollte es nie laufen. Was immer sie taten - sie schienen das Chaos förmlich anzuziehen. So wie das eine mal, als Cho mit zwei seiner Brüdern unterwegs war um ein Haus zu 'sichern'. Das Ergebnis: Alles ging in die Luft und die drei rannten so schnell sie konnten. Kein Einzelfall in ihrer spektakulären Familiengeschichte.

Dennoch schweißte sie all dies nur noch mehr zusammen und es hätte vermutlich noch ewig so weiterlaufen können... Wenn es nicht diese eine Mission gegeben hätte.

Sie verloren Seven. Keiner von ihnen wusste so wirklich, was geschehen war, doch er war fort. Cho weigerte sich zu glauben, dass sein Bruder tot war. Jemand wie Seven starb nicht einfach. Nein. Er konnte und wollte es nicht glauben. Zumal es nichtmal einen Beweis dafür gab!
"Du kommst zurück", flüsterte er stets, wenn er abends auf das leere Bett auf der anderen Seite des Zimmers starrte. Den Ventilator ließ er weiterhin laufen. Es war vertraut und die Stille des Alleinseins, ertrug er nicht.
Doch bei diesem Verlust, sollte es nicht bleiben. Nur wenige Monate danach, wurde das jüngste Mitglied Emily von den Watchdogs entführt und wie sich kurz darauf zeigte, auch ermordet. Gleich zwei geliebte Personen in so kurzer Zeit. Der Umbruch war bei allen spürbar.
Miguel war der Erste, der verschwand und zündete damit ein unaufhaltsames Feuer. Natürlich wollte die Fusselrolle sie nicht gehen lassen, doch gemeinsam waren sie stärker als er. Sie lehnten gegen ihn auf und ihm blieb nichts übrig, als sie gehen zu lassen. Ihr Teamgeist war gebrochen. Cho fühlte sich elend und vermochte es kaum einen von ihnen in die Augen zu sehen. Der Verlust von Seven und Emily plagte ihn und obwohl er sich davor fürchtete allein zu sein, tat er es seinen übrigen Geschwistern gleich und ging seinen eigenen Weg, der ihn erstmal zurück nach Portland führte.

it feels like i'm drowning, pulling against the stream

Angstzustände. Panikattacken. Atemnot. Dies waren für die nächsten Monate seine Begleiter und er fiel immer tiefer in ein Loch, aus dem er sich selbst nicht mehr befreien konnte. Grausame Fantasien geleiteten ihn durch den Tag, Albträume führten ihn durch die Nacht. Immer ging es um das selbe. Variante 1: Er verlor die Kontrolle über seine Gabe - Er starb. Variante 2: Er verlor die Kontrolle über seine Gabe - Seine Geschwister starben.
Letztlich erkannte er, dass er es nicht allein schaffen würde und holte sich Hilfe. In seinem Fall sah die Hilfe so aus: Schlank, braune hüftlange Haare, grüne Augen, aufrichtiges Lächeln und angenehme Stimme. Ihr Name war Claire Blake und sie war angehende Psychotherapeutin. Er besuchte eine Lesung von ihr, in der es um das Thema Angst ging. Der Vortrag gefiel ihm so gut, dass er ein zweites mal hinging und dann ein drittes mal, ehe er auf die Idee kam, das Ganze aufzunehmen. Nach dem Vortrag, kam sie direkt auf ihn zu um ihm zu sagen, dass es eigentlich verboten war, das Gesprochene aufzunehmen. "Eigentlich?", war seine Antwort darauf mit einem leichten Lächeln, welches erwidert wurde.

Sie begannen sich öfter zu sehen und ihre Treffen waren stets ein Mix aus 'Date' und 'Therapie'. Eigentlich wusste Cho, dass immer davon abgeraten wurde, mit seinem Therapeuten ein Verhältnis einzugehen... Eigentlich.
Es funkte gewaltig zwischen ihnen und dennoch war sie gewillt, ihm zu helfen, auch wenn sie lange Zeit wusste, dass er ihr nicht alles anvertraute. Zunächst schwieg er über sein bisheriges Leben und natürlich auch über die Tatsache, dass er ein Mutant war. Claire jedoch war nicht auf den Kopf gefallen und hatte bereits ihre eigene Vermutung.
Als er das erste Mal bei ihr zu Hause war, fragte er wer die Frau war, die auf vielen Fotos an der Wand zu sehen war. Daraufhin erzählte Claire ihm, dass es sich um ihre Schwester Rebecca handelte, die inzwischen als verschollen galt. Cho gestand, dass er auch Geschwister hatte, von denen er nicht wisse, wo sie sich aufhielten.
Sie sprachen weiter und sie erzählte ihm die Wahrheit. Rebecca war eine Mutantin, die gezwungen war unterzutauchen, da sie sich mit den falschen Leuten angelegt hatte. Dies war der Moment, in dem er sich ihr völlig öffnete und alles erzählte.

time to restart

Claire selbst war keine Mutantin und genau das, war wahrscheinlich gut so. Sie arbeitete mit ihm, aber anders. Sie ging es von der menschlichen und psychologischen Seite an, half ihm sich seiner Angst zu stellen und sie anzuerkennen, nicht sie von sich wegzuschieben. Durch sie lernte er Strategien, wie er damit umgehen konnte, begann sich selbst besser zu verstehen und fühlte sich gelöst.
Ebenso gab sie ihm Tipps, wie er mit seiner Gabe umgehen konnte. Schlug ihm vor alles zu vergessen, was er im Heim gelernt hatte und nochmal von vorne zu beginnen. Allein für sich und in seinem Tempo. Ein Schritt vor und erst wenn er sich sicher genug war, der zweite Schritt. Nicht alles auf einmal.
Claire war eine Bereicherung in seinem Leben, in vielerlei Hinsicht. Er zog zu ihr und seine 'persönliche' Therapie dauerte etwas um die zwei Jahre. In dieser Zeit hatte er nicht nur gelernt, seine Fähigkeiten zu akzeptieren, sondern auch mit ihr umzugehen. Zumindest bis auf die 'komplette Entladung', die er gerne auch als Totalausfall bezeichnete.
Keinen der beiden störte dies, denn warum sollte er auch jemals in die Lage kommen solch einen Angriff vollführen zu müssen? Claire hatte ihr Leben mit Cho klar vor Augen. Er war ein Mutant ja, doch das wusste niemand weiter und das sollte so bleiben. Sie wollte ihn bei sich wissen, immer. Sie würden glücklich werden und ein normales Leben führen. Weit ab von anderen Mutanten oder irgendwelchen Kämpfen. Doch Cho, entschied anders.

Durch das Auftreten der Avengers, sowie die immer wiederkehrende Unruhe in der Welt, fühlte sich Cho mehr und mehr dazu verleitet, sein 'friedvolles' Leben in Frage zu stellen. Immer wieder kamen ihm seine Geschwister in den Sinn. Wo waren sie? Ging es ihnen gut? War es wirklich okay, dass er hier herum saß, während wo anders die Welt brannte? Er wurde nicht gelehrt, das einfach so hinzunehmen. Er konnte mehr tun... Er MUSSTE mehr tun.
Claire bat ihn zu bleiben. Bat ihn darum alles hinter sich zu lassen. Sie hatte schon Rebecca verloren und wollte nicht auch noch Cho verlieren. "Was kümmert dich die Welt? Du bist diesen Leuten nichts schuldig!" "Ihnen nicht... Aber meiner Familie." Damit hatte er sich klar entschieden. Obgleich er Claire liebte... Nichts ging über seine Familie. Niemals. Und nun, da er fähig war, sie auch schützen zu können, sollte er genau DAS tun.

if the sky comes falling down, for you, there's nothing in this world I wouldn't do

Es war nicht ganz einfach, seinen großen Bruder Miguel auszumachen, doch schließlich fand er ihn in New York. Die Welt um sie herum wurde immer verrückter. Angriffe von Aliens, beknackte Vorschriften von Seiten der Regierung, öffentliche Hinrichtungen... Eine Katastrophe folgte der nächsten (und das obwohl seine Geschwister und er gar nicht beteiligt waren). Cho bezweifelte jedenfalls sehr stark, dass diese Avengers, X-Men und wie sie sonst noch alle hießen, in der Lage waren das Ruder noch rumzureißen. Hier ging es nur um eins: Schadensbegrenzung. Es war also höchste Zeit, dass sie den Rest ihrer Geschwister fanden und der Welt zeigten, zu was sie gemeinsam fähig waren.

"its a shitty world full of shitty people"
Beziehungen
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Familie
Ich werde versuchen alles wieder gut zu machen, sodass du mir i-wann wieder vertrauen kannst
ich hab dich vermisst, kleiner bruder - auch wenn du ne ziemliche Kackbratze bist - mit Kutschi!
Ein Pinsel und ein Buch, mehr brauchen wir nicht. Wir verstehen uns auch ohne Worte.
Liebe
Als meine Welt zerbrach, erwachte ich in deiner und seither strahlst du für mich heller als alles, was ich je kannte…
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