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WHATEVER IT TAKES > Profil von Alec Nikolai Belov


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Alec Nikolai Belov
34 Jahre alt
22.12.1983
Mutant Stufe 3
Single
Neutral
New York
Atlanta
Character
Ausgeglichen | Entspannt |Selbstsicher
Charmant |Clever | Überzeugend
Mitfühlend | Offen | Warmherzig
Ernst | Hart | Verträumt
Mürrisch | Unnachgiebig | Obsessiv
Eigennützig | Provokant | Ambivalent

Alec ist eine Person, bei der man nie genau weiß woran man ist. Er kann auf der einen Seite ein sehr mitfühlender und warmherziger Mensch sein, dem das wohl der anderen durchaus wichtig ist. Gleichzeitig ist er aber auch sehr auf sich bedacht, auf seinen eigenen Nutzen aus und mindestens genauso unnachgiebig und mürrisch. Er kann sehr hart zu seinen Mitmenschen sein und provoziert und stichelt sehr gern, einfach aus Freude an den Reaktionen. Er ist kein durch und durch netter Mensch und wer nun welches Gesicht zu sehen bekommt ist in vielen Fällen Zufall. Natürlich kann er eine Maske tragen, wenn es nötig ist, und so ein Bild von sich erzeugen, dass nicht wirklich mit seiner Persönlichkeit übereinstimmt. Trotzdem kann es auch gegenüber Freunden vorkommen, dass er ungehalten bis gereizt reagiert, was sehr schnell passiert, wenn man ihn bei einer Arbeit unterbricht, da er sich in die meisten Aufgaben mit einem beinahe obsessiven Verhalten stürzt. Er gibt sich einfach sehr gern seinen Emotionen und Leidenschaften hin.
Hat ihn erstmal etwas gepackt, kann er sein Denken nur sehr schwer davon weglenken und vernachlässigt sogar Schlaf und Essen dafür.

Wenn er will, ist Alec durchaus charmant und kann sogar mit seiner hin und wieder verträumten und ruhigen Art Menschen für sich einnehmen. Da er eine sehr offene Person ist fällt ihm der Umgang mit anderen nicht schwer. Stört man ihn nicht gerade ist er nämlich ein sehr ausgeglichener entspannter Typ, den man nicht so schnell aus der Ruhe bringen kann. Konzentration war noch nie seine Schwäche.

Mag
Kunst, Kampfsport, Kakao, Bücher, Freiheit
Mag nicht
Unterdrückung, Hunger, Nasse Kleidung, Süßigkeiten, Unterlegen sein
Family
Anatoli (Vater, Mutant) und Julie (Mutter) Allerdings kann er sich an seinen Vater kaum erinnern, daher war niemandem wirklich klar, was mit Alec los ist.

Andrej (Onkel, Mutant)
Zu Andrej hatte Alec nur bis zu dem Ertrinkungsunfall Kontakt, danach traf er ihn erst sehr viel Später wieder, als er längst um seine Genetik wusste.

Jonathan & Kate Porter (Großeltern)
Jonathan war Alec's Vorbild und, wie sich später zeigte, Hydra-Sympathisant
Codename
Team
HYDRA
Skills
Illusionen:
Alec ist in der Lage Illusionen zu erschaffen, die nicht nur einen, sondern alle Sinne manipulieren können. Außerdem kann er steuern ob man seine Illusionen mit jedem, oder nur mit einzelnen Sinnen wahrnehmen soll und dies nach belieben variieren. Um das zu leisten bedarf es einer gewissen Konzentrationsfähigkeit. Allerdings fällt ihm die Kontrolle seiner Fähigkeit mittlerweile so leicht wie atmen. Er ist in der Lage eine Illusion zu pflanzen, ohne sich danach besonders stark auf eine Aufrechterhaltung fixieren zu müssen. Natürlich fällt es insgesamt leichter, wenn sein Gegenüber offener für Reize ist, aber auch so fällt es ihm nicht all zu schwer.

Nutzt er die tatsächliche Wahrnehmung des zu manipulierenden und verändert diese nur in Teilen, ist der Kraftaufwand wesentlich geringer, als wenn er sich eine völlig neue Szenerie ausdenkt, da er seine Illusion nur in die schon vorhandene Sinneswahrnehmung einbinden muss.

Nahkampf & Waffen: Alec hat im Xavier Institut Unterricht im Kampfsport bekommen und später seine Kampffertigkeiten in der Zeit bei den Morlocks weiter trainiert. Auch heute trainiert er regelmäßig seine körperlichen Fähigkeiten, die nach seiner Rekrutierung von Hydra weiter geschult wurden.
Im Zuge dessen wurde er auch im Umgang mit Waffen geschult und ist ein guter, treffsicherer Schütze.
Weakness
Im Grunde hat Alec ganz normale menschliche Schwächen, da seine Fähigkeit nichts körperliches ist, auch wenn er sich im Nahkampf durchaus zu behaupten weiß.
Zwar ist es für ihn wie atmen, wenn er seine Fähigkeiten nutzt, trotzdem muss er seine Aufmerksamkeit, Konzentration und Kreativität darauf verwenden die Illusionen zu schaffen. Es ist ein Vorgang, den er zwar nicht zu beschreiben in der Lage ist, der aber mehr umfasst, als nur die Augen zu täuschen. Da seine Illusion auf alle Sinne wirken kann, ist es schwer sie zu durchbrechen, aber nicht unmöglich. Je nach dem wie gründlich er gearbeitet hat, oder nicht, gibt es Lücken im "Netz" das er gesponnen hat. Durch diese Schlupflöcher, die sich zum Beispiel in etwas unrealistischem widerspiegeln, kann man aus der Illusion ausbrechen, man muss nur erkennen, dass man in dieser gefangen ist und sich aktiv dagegen wehren. Hierbei ist es ziemlich egal, wie man sich dagegen wehrt, ob mental, oder durch körperliche Reize. Natürlich ist es je nach Willensstärke der Zielperson schwerer, oder auch Konzentrationsaufwändiger. Außerdem erlischt eine Illusion natürlich sofort, sollte Alec das Bewusstsein verlieren, oder sich zu stark auf anderes konzentrieren müssen. Natürlich könnte man ihn auch einfach ertränken, da er nicht schwimmen kann, ist es eine durchaus effektive Methode ihn loszuwerden.

Alec träumt durch seine Fähigkeiten sehr real und ist sich nicht immer ganz sicher, ob er geträumt hat oder etwas tatsächlich passiert ist - auch wenn er es meist anhand von Kleinigkeiten unterscheiden kann. Das Problem hierbei ist, dass sich die Illusion, wenn er besonders intensiv träumt, auf Personen die sich in seiner Nähe aufhalten (im Umkreis von 2-3 Metern), übertragen können. Allerdings zeigt sich das höchstens in einem Geschmack, einem Geruch oder vielleicht auch der Ahnung eines Gedankens. Es ist nichts starkes und eher unterschwellig.

Weitere Schwächen sind definitiv Kakao - er liebt das Zeug; Und eventuell auch Ellis. Er kann es nicht ändern, aber es ist so. Es ist kompliziert.
Secrets
Sein Geheimnis?
Nun, es gibt sicherlich mehr als eins, sein größtes dürfte jedoch sein, dass er nicht schwimmen kann. Es ist etwas, das er nicht gern zugibt, denn es kratzt an seinem Stolz. Auch ein Grund, wieso er nie jemanden gebeten hat, es ihm beizubringen. Bisher kam er aber auch sehr gut ohne diese Fähigkeit zurecht. Bleibt zu hoffen, dass nie was von ihm verlangt wird, dass in tiefem Gewässer stattfindet.

Daraus resultiert auch seine Angst vor dem Ertrinken.
Seit Alec als kleines Kind in einem Pool quasi ertrunken ist, aber schnell genug wiederbelebt werden konnte, hat er sich nicht mehr recht getraut in tiefere Gewässer zu gehen. Obwohl ihm selbst klar ist, dass er das Problem beseitigen könnte, indem er einfach schwimmen lernt.
Zwar ist er mittlerweile längst in der Lage überhaupt ins Wasser zu gehen, aber er hält sich doch lieber dort, wo er stehen kann. Auf einem Schiff zu sein macht ihn nervös und lässt seine sonstige Gelassenheit verschwinden, dort wandert er meist umher.
Handi.
Trait
Zweitcharas
Avatar  
Dumm gelaufen, was?
WUSSTEST DU ...
...Alec Schneekugeln liebt und von jedem neuen Ort, an dem er war, eine mitbringt, wenn er dort eine findet?
...er mal Alec und mal Nikolai gerufen wird?
...er nicht schwimmen kann?
...Alec Kindern nichts abschlagen kann?
...er ein absoluter Morgenmuffel ist und man nach dem Aufstehen mit keinem Wort von ihm rechnen kann?
...Alec trotzdem sofort einsatzbereit ist, selbst wenn er geschlafen hat?
...er im Sitzen schlafen kann?
History
Alec Nikolai Belov kam als Kind eines Russen und einer Amerikanerin in Atlanta zur Welt. Warum es seine Eltern, oder gerade seinen Vater dorthin verschlagen hatte wusste er zwar nicht, aber es war keine schlechte Gegend. Sie hatten ein wirklich gutes Leben, auch wenn sein Vater verschwand, als Alec noch zu klein war um sich überhaupt zu erinnern. Noch heute weiß keiner was passiert ist, oder wo er sich aufhält, ob er überhaupt noch lebt. Trotzdem mangelte es Alec weder an der Liebe einer Familie, noch an Vaterfiguren.
Sein größtes Vorbild wurde so sein Großvater, mit dem er sehr viel Zeit verbrachte, während seine Mutter arbeitete und dessen Vorstellungen und Ideale der Junge schnell für sich selbst übernahm. Vielleicht war das der Grund, wieso er schließlich seinen Weg ging, war sein Großvater doch selbst ein Anhänger von Hydra, auch wenn er es dem Jungen gegenüber nie erwähnt hatte. Das sollte Alec erst herausfinden, als er selbst ein Teil dessen wurde. Rückblickend betrachtet schienen die Leute in seiner Familie wohl gern Geheimnisse zu haben, zum Vorwurf machen konnte er es ihnen aber nie so richtig.

Die ersten Jahre kam sein Onkel Andrej noch in regelmäßigen Abständen zu Besuch, für Alec jedes Mal ein Highlight. Er liebte seinen Onkel über alles, denn er brachte nicht nur bei jedem Besuch eine Schneekugel mit, er schenkte ihm auch Aufmerksamkeit, Zuneigung und erzählte ihm von seinem Vater. Geschichten aus ihrer eigenen Kindheit in Russland und über alle möglichen Abenteuer die sie zusammen erlebt hatten. Am meisten gefielen ihm jedoch ihre eigenen Abenteuer, die sie an diesen Wochenenden unternahmen. Ob sie nun Campen gingen, wandern oder einfach einen Ausflug in einen Freizeitpark machten - Hauptsache Spaß und Action. Wo sein Großvater für ihn ein Vorbild war, so war Andrej sein größter Held. Bis zu dem Tag im Sommer, als Alec 6 Jahre alt war und nachdem nichts mehr so richtig wie vorher sein sollte.
Sie hatten wieder Campen gehen wollen, doch aus irgendeinem Grund kam es zwischen Andrej und Jonathan zum Streit, sodass Alec schließlich aus dem Haus rannte und in seinem Frust über die Streiterei und den eventuell doch nicht stattfindenden Ausflug den Ball immer wieder gegen einen Baum in der Nähe schoss. Eine Zeitlang konnte er so tatsächlich seinen Frust raustreten, dann prallte der Ball ungünstig an einem Astknoten ab und landete im Pool. Vom Haus konnte er immer noch das Gebrüll der beiden Männer hören, er wollte absolut nicht wieder reingehen, außerdem hatte sein Großvater ihn schon immer zur Selbstständigkeit angetrieben, also schnappte er sich einen langen Stock und kniete sich an den Rand um den Ball allein aus dem Wasser zu fischen. Schließlich konnte er ihn weit genug zu sich heranziehen, dass er sich nur ein wenig ausstrecken musste. Seine Fingerspitzen berührten schon den Ball, dann verlor er das Gleichgewicht und landete im Wasser. Vor Schreck schnappte er nach Luft, doch die gab es dort längst nicht mehr. Er musste husten, schluckte das Wasser, Panik flammte in ihm auf, während die nassen Kleider ihn nach unten zogen, dann war er plötzlich wo anders. Es schneite, und sein Onkel rutschte mit ihm auf großen Gummireifen den Hügel hinunter. Es war nass und aus irgendeinem Grund trugen er und sein Onkel Schorts und T-Shirt, aber sein Gehirn konnte diesen kleinen Fehler im Bild nicht verarbeiten, dann verlor er das Bewusstsein.

Alec war gestorben. Für einen kurzen Moment hatte sein Herz aufgehört zu schlagen, er war ertrunken. Der einzige Grund wieso er an diesem Tag nicht endgültig sein Ende fand war der, dass sich in dem Moment, indem er am ertrinken war, seine Fähigkeiten manifestiert hatten. Er erzeugte eine Illusion, die ihn selbst vor der aufkeimenden Panik schützte und gleichzeitig seinen Onkel, selbst der Illusionserzeugung fähig, dazu alarmierte aus dem Fenster zu sehen.

Alec kann sich noch heute nicht an das erinnern, was nach der Bewusstlosigkeit kam. Er wusste nur aus Erzählungen, dass sein Onkel ihn aus dem Pool geholt und reanimiert hatte, während sein Großvater den Notruf wählte. Hätte er gewusst, dass es für sehr lange Zeit sein letzter Kontakt zu Andrej sein sollte, wäre er vielleicht nicht hinausgegangen. Vielleicht hätte er sich sogar zwischen die beiden gestellt um den Streit irgendwie zu beenden. Aber es war anders gekommen, sein Onkel plagte sich mit Schuldgefühlen, meinte dass er Schuld an all dem wäre und zog sich zurück, dabei hatte er an jenem Tag genau dagegen ankämpfen wollen - denn der Streit entstand daraus, dass Jonathan ihm den Kontakt zu Alec verbieten wollte. Auch hier fand Alec erst sehr viel später heraus, dass sein Großvater von jeher einen Groll gegen die Belov Brüder hegte und vor allem Andrej's Einfluss auf den Jungen nicht schätzte, da sie sehr Gegensätzliche Ansichten hatten. Wie es dann dazu kam, dass er trotzdem immer wieder seinem Großvater nacheiferte, konnte er sich selbst nie genau erklären. In ihm stritten später immerzu die Stimmen seines Onkels und seines Großvaters wie ein Engelchen und ein Teufelchen miteinander, aber er konnte nicht aus einer Haut, Jonathans Worte klangen an manchen Punkten zu plausibel. Von frühster Kindheit an hatte er diesen Worten gelauscht, so falsch konnten sie nicht sein.

Die auf den Unfall folgende Zeit war schwer für den jungen Mutanten. Keiner wusste so recht was mit ihm los war. Er sah Dinge, hörte und fühlte sie. Er nahm Gerüche und Geschmäcker wahr, die nicht real waren. Manchmal benahm er sich merkwürdig, sprach scheinbar mit sich selbst, bewegte sich komisch und wirkte als wäre er ganz woanders. Abgeschottet von der Realität, in einem "anderen Universum". Seine Mutter sorgte sich immer mehr, konsultierte verschiedene Ärzte; von Neurologen bis Kinderpsychologen. Waren es Halluzinationen? Ein Tumor? War es irgendeine andere Erkrankung? Oder alberte er doch nur herum?
Alec selbst empfand das Geschehen um sich herum als vollkommen real und normal, für ihn gab es fliegende Kühe, regenbogenfarbene Hunde und Wasser das nach Kakao schmecken konnte. Er konnte nie genau sagen was nur er wahrnahm und was auch für andere real war, denn zuerst zeigten sich seine Fähigkeiten zwar sehr unkontrolliert, aber größtenteils auf ihn selbst bezogen. Er erzeugte ständig Illusionen, die aber nur ihn beeinflussten. Bis zu dem Zeitpunkt als der nun 8-Jährige im Streit eine Illusion erzeugte, die seinen Freund traf. Erstmals wurde ihm klar, dass er dass, was die Ärzte Halluzination nannten, steuern konnte. Dass er das, was sie eine Realitätsflucht nannten, anderen zeigen konnte. Erstmals konnte er seiner Mutter zeigen, was er sah, welche Bilder in seinem Kopf existierten, auch wenn es ihm erst nach dutzenden Fehlschlägen, sehr viel Frust und vielen Streitereien mit seiner Mutter gelang. Es war selbst für ihn überraschend, dass seine Mutter schließlich so sehr hinter ihm stand, ihm Verständnis entgegenbrachte und sogar versuchte ihn zu schulen um nicht so sehr aufzufallen. Natürlich klappte das nicht, was hätte sie als Mensch und ohne jede Erfahrung auch tun können? Alec hatte zwar erkannt was möglich war, aber er konnte nur unter Stress oder Frustration Illusionen geplant erzeugen. Ansonsten kamen und gingen sie so ziemlich wie es ihnen beliebte.

Irgendwann wurde ein Mann namens Charles Xavier auf ihn aufmerksam, Alec war knapp 9 Jahre alt und die Illusionen wurden auch für die Menschen in seiner Umgebung immer ausgeprägter und stellten unter Umständen auch eine Gefahr dar. So kam er also an das Xaviers Institut für junge Begabte. Eigentlich hatte er erst nicht mitgehen wollen, er hatte immer noch die Hoffnung, dass sein Onkel ihn besuchen könnte. Er sorgte sich, dass dieser ihn, wenn er kommen würde, nicht finden könnte. Er wollte auch seine Mutter nicht verlassen, oder seinen Großvater. Vor allem aber wollte er nicht an einen unbekannten Ort, zu unbekannten Leuten, die - wie der Mann meinte - auch so waren. Dinge konnten, Fähigkeiten hatten. Es war ihm unheimlich und er fühlte sich unwohl dorthin gehen zu müssen, er wollte aber seine Familie und Freunde auch nicht gefährden, denn es war durchaus schon zu kleineren Unfällen gekommen, weil sie Dinge sahen, die nicht existierten. Ihm war auch mit seinen neun Jahren bewusst, dass er das endlich kontrollieren lernen musste und allein gelang ihm das einfach nicht!

Erst im Institut wurde ihm klar, dass sein Vater und auch sein Onkel über Fähigkeiten verfügen mussten, denn irgendwoher musste dieses Gen stammen. Nachforschungen bestätigten diese Annahme, trotzdem blieb sein Vater verschollen - eine Sache, die Alec bis heute begleiten sollte, denn die Suche nach seinem Vater würde er erst aufgeben, wenn er einen Beweis für seinen Tot hatte.

Im Institut lernte Alec endlich Kontrolle und schaffte es so mit der Zeit, seine Illusionen von sich selbst fern zu halten. Gleichzeitig lernte er sie gezielt anzuwenden und wurde stetig besser. Es war kein einfacher Weg, aber mit viel Geduld, Zeit und vor allem Übung und Anleitung fiel es ihm immer leichter. Auch der Kampfsport, dem er dort erstmals nachging, half ihm, ebenso wie Meditation, bei der Kontrolle seiner Fähigkeiten, da er dort lernte sich zu konzentrieren und zu fokussieren. Er wurde insgesamt ruhiger und gelassener und konnte mit Problemen jeglicher Art wesentlich besser umgehen als noch vor der Zeit im Institut. Würde man ihn fragen, würde er sagen dass sich dort sein Leben grundlegend verändert hatte und dass das Institut das Beste war, was ihm passieren konnte. Er fand nicht nur Lehrer, Kontrolle und Wissen, sondern auch Freunde und so etwas wie eine Familie - auch wenn sie seine eigene niemals ersetzen könnten.
In all den Jahren hatte er nie aufgehört nach seinem Onkel Ausschau zu halten, hatte gebeten, dass man ihn ausfindig machte. So aussichtslos es war seinen Vater zu finden, so sehr hoffte er doch, dass man Andrej finden könnte. Alec war 16, als er ihn schließlich tatsächlich aufspüren konnte, mitten in New York. Andrej Schuldgefühle waren bei jenem Treffen so präsent, dass man sie beinahe greifen konnte, gleichzeitig wirkte er sehr mitgenommen und gar nicht mehr so stark, wie Alec ihn in Erinnerung hatte. Vielleicht war das der Grund, wieso Alec das Xaviers Institut verließ. Vielleicht waren es aber auch die eigenen Gewissensbisse darüber, dass er im Grunde seinen Teil dazu beigetragen hatte, das sein Onkel dort gelandet war, wo er sich nun befand.

So fand er also mit gerade 16 Jahren seinen Weg zu den Morlocks. Dort hatte sein Onkel all die Jahre gelebt. Es war definitiv nicht mehr das Institut mit seinen Annehmlichkeiten, der Sicherheit und allem anderen - aber die Kinder die Alec dort sah hielten ihn dennoch dort. Er wollte ihnen etwas von dem geben, das man ihm gegeben hatte.
Niemals hätte Alec erwartet, dass sich sein Leben dort noch einmal um 180 Grad drehen würde. Dass er ausgerechnet dort diesem einen Mädchen begegnen würde. Doch es passierte genau so. Vier Jahre hatte er nun bei den Morlocks verbracht. Schwierige und anstrengende Zeiten. Er hatte oft Hunger, manchmal sehnte er sich nach dem Institut, oder seinem früheren zu Hause, doch immer wenn er die Jüngsten unter ihnen ansah wusste er, wofür er das tat. Oder wenn er seinen Onkel sah, der versuchte irgendwie wieder auf die Beine zu kommen, aber trotzdem immer wieder abrutschte. Hier konnte er tatsächlich etwas bewirken.
Es war einer dieser Tage, sein Magen hing ihm in den Kniekehlen und fühlte sich an, als würde er sich selbst verdauen, trotzdem sammelte er all seine Energie zusammen um den Zwergen vor sich eine schöne Fantasie von Regenbögen und nassem Gras zu schenken. Er entschied sich für die Nässe, weil es einfacher war mit der realen Umgebung zu arbeiten, als diese grundlegend neu zu erfinden. An diesen Tag würde er sich vermutlich auch in zehn Jahren noch erinnern, sollte er jemals so lange leben. Denn an jenem Tag, beim Geruch von nassem Gras, im Bild von Regenbögen, irgendwo unter der Stadt - da stand sie plötzlich vor ihm. Er hatte im ersten Moment geglaubt, sie sich nur einzubilden, dass sein hungriges Gehirn ihm ein Mädchen präsentierte von dem er allenfalls Nachts träumen konnte. Aber sie war real, und als ihm das bewusst wurde war selbst der Hunger für einen Moment vergessen.

Man kann jetzt denken was man will, aber sie waren einfach nur Freunde, bis es 2006 schließlich kompliziert wurde. Die Schuld kann man wohl kaum bei einem im Speziellen suchen, aber wenn Alec ehrlich mit sich selbst war, dann war ihm schon sehr viel früher bewusst, dass er dieses Mädchen, Ellis, verdammt gern hatte. Okay, er hatte vielleicht nicht unbedingt solche Worte wie Liebe genutzt und wenn er nun zurücksah, war er sich nicht mal sicher, ob er ihr jemals tatsächlich gesagt hatte, was er für sie empfand - aber sie hatten so etwas wie eine Beziehung und die lief eigentlich sogar richtig gut. Ellis war eine Frau, mit der er sich tatsächlich vorstellen konnte alt zu werden. Älter. Irgendwie. Vielleicht war sein Hirn auch einfach von Hormonen geflutet und er nur total verknallt so zu denken.
Gleichzeitig wurde ihm damals aber auch immer mehr bewusst, dass sich grundlegend etwas ändern musste. Dass er mehr ausrichten wollte, als Kinder mit Illusionen von der harten Realität abzulenken. Es mussten sich Dinge verändern! Die Worte seines Großvaters tauchten immer häufiger wieder in seinem Bewusstsein auf. Er war bereit weiter zu gehen und mehr zu tun. Er wollte mehr erreichen. Aber dazu brauchte er eine bessere Position, er brauchte mehr Macht.

Es gab Tage an denen er intensiv über diese Fragen nachdachte, überlegte was er tun konnte. 2008 kontaktierte er seit Jahren erstmals wieder seinen Großvater um mit ihm über seine Gedanken zu sprechen, seine Meinung zu dem ganzen zu hören. Er brauchte eine Stimme außerhalb des Problems.
Ob Alec wohl genauso gehandelt hätte, wenn er gewusst hätte was all das für sein Leben und seine Beziehung zu Ellis bedeutete? Eine Frage die er wohl nie beantworten können wird. Denn so sehr ihm diese Gespräche mit Jonathan geholfen hatten und ihm einen neuen Weg eröffneten, so trieb ihn genau das immer mehr von Ellis fort.
Es begann damit, dass er zu einem Treffen mit Garrett ging, ein Kontakt, den sein Großvater hergestellt hatte. Schnell war klar, dass Alec sich Garrett, Hydra, anschließen würde. Er bildete sich nicht ein, dass er ihn in irgendeiner Art besonders begeistern konnte. Ihm war von Anfang an klar, dass es zu einem großen Teil um seine durchaus praktischen Fähigkeiten ging. Jedenfalls war das Alec's Vermutung, es konnte natürlich auch sein, dass Jonathan als Mittelsmann seinen Teil dazu beigetragen hatte. Vielleicht sah der Agent auch einfach etwas in ihm - im Grunde war es dem jungen Mutanten aber egal, solange er seine eigenen Ziele erreichen konnte, solang er nur endlich vorwärts kam.
Gleichzeitig wollte er Ellis aber nicht mit da reinziehen. Er war nicht völlig naiv - natürlich konnte es übel enden. Aber das hier war seine Sache, sein Weg. Er musste das tun um etwas zu erreichen und zu verändern. Er wollte es, aber Ellis hatte genug erlebt und verdiente ein anderes Leben. Eins, das Alec ihr nicht geben konnte.
Schlussendlich verschwand er in der Nacht, ohne eine Nachricht zu hinterlassen, oder sich zu verabschieden. Er sah nie mehr zurück.

Seine Ausbildung für Hydra begann. Seine Nahkampftechniken wurden weiter ausgebaut, seine Schussfertigkeiten geschult. Er wurde ein Teil von Hydra, erfuhr dabei auch immer mehr über seinen Großvater, verstand seine früheren Aussagen und Gedanken immer mehr und nahm ihn sich erneut, wie schon als Kind, zum Vorbild. Auch wenn er längst nicht mehr alle von Jonathans Ansichten uneingeschränkt glaubt oder selbst vertritt.

Die Vorkommnisse in der Welt registrierte Alec natürlich. Manche nahmen ihn mehr mit, andere weniger. Er war kein Gefühlloses Arschloch, natürlich fand er es furchtbar, wie viele zum Beispiel dem Alien-Angriff auf New York zum Opfer fielen, aber es waren Situationen, die er trotz seiner Fähigkeiten weder ändern, noch irgendwie verbessern konnte. Außerdem wurde er durch Missionen im Hintergrund ohnehin immer wieder so sehr eingenommen, dass er sich kaum auf solche Ereignisse konzentrierte.
Nur zwei Dinge blieben ihm nachhaltig im Gedächtnis:
Zum einen jener Tag, an dem er mit einem kleinen Team auf S.H.I.E.L.D Agenten Traf. Es war ein anstrengender Tag, er hatte seine Kräfte sehr strapaziert und ging immer noch mit äußerster Konzentration vor. Beim Aufeinandertreffen beider Gruppen kam es zum Kampf, während Alec weiter geschickt wurde um die Mission zu Ende zu bringen. Entgegen der Erwartung lauerte ihm dort eine weitere Agentin auf, nichts ungewöhnliches - er zog seine Waffe und drückte ab. In dem Moment, in dem die Kugel ihre Flugbahn urplötzlich änderte und die Frau ein undefinierbares Geräusch von sich gab, das Gesicht verzog.. erkannte er sie. Es waren Jahre vergangen, sie hatten sich beide verändert und doch war sie immer noch Ellis. Er hatte Ellis angeschossen.
Einen kurzen Moment erstarrte Alec, alle Geräusche um ihn herum verschwanden, die Zeit schien stillzustehen, während sein Gehirn versuchte den ungewohnten und doch so natürlichen Anblick zu verarbeiten.
Er hatte auf Ellis geschossen.
Er kann sich noch daran erinnern wie seine Hand zittern wollte, aber hinter sich hörte er wie sich einer seiner Kameraden näherte und riss sich zusammen, während in ihm ein Sturm tobte. Seine Kiefer pressten sich aufeinander, dann schoss er ein zweites mal, damit sie ihnen nicht folgen konnte und wandte sich ab. Die Arbeit musste erledigt werden - von solchen Dingen durfte er sich nicht ablenken lassen. Doch sein Gewissen schlug Purzelbäume. Sein Angriff auf Ellis war etwas unverzeihliches, etwas, dass mit seinen persönlichen Wertvorstellungen kollidierte.
Er würde niemals das Bild der blutenden Frau am Boden vergessen. War sie verblutet? Hatte sie es geschafft? Er wusste es nicht. Die Gewissensbisse nagten an ihm, also verbannte er sie bald in die hinterste Ecke seines Geistes und verschloss sie dort hinter einer massiven Tür. Verdrängung war manchmal eben doch das beste Mittel.

Das zweite für Alec unvergessliche Erlebnis war die öffentliche Hinrichtung. Es war als würde man ihn, seinen Onkel, oder Freunde und bekannte aus seiner Zeit im Institut und bei den Morlocks töten. Es zeigte ihm aber auch sehr deutlich, dass er bisher, obwohl er nun Hydra angehörte, immer noch nichts hatte erreichen können. Ja, er versorgte die Morlocks nach wie vor im geheimen, über einen alten Bekannten - aber die Gesamtsituation ging immer weiter steil Bergab. Er bewirkte nichts, konnte nichts verändern oder zum besseren wenden. Dieses Ereignis und der Zwang zur Registrierung ließen ihn in eine kleine Glaubenskrise fallen, auch wenn er sich nichts anmerken ließ und sich relativ schnell wieder fasste. Er war nur froh, dass man ihm seine Fähigkeit, sein Wesen, nicht ansehen konnte.

Wie es nun für ihn weitergehen würde blieb abzuwarten. Er war ein Teil von Hydra, das stand außer Frage. Er würde weiterhin tun was er konnte.
Beziehungen
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Vergangenes
Es ist kompliziert, okay?!